Portugal – 100 Jahre Oktoberrevolution

Oktoberavante

Portugiesische Verhältnisse ■ Am 7. November 2017 hat die Kommunistische Partei Portugals PCP im Coliseu in Lisboa ein weiteres Jahrhundert des revolutionären Kampfes gefeiert. Mehrere tausend GenossInnen bekundeten ihre Bereitschaft für die Rechte der Werktätigen und für bessere Lebensbedingungen des Volkes zu kämpfen.

In den österreichischen und bundesdeutschen Medien beispielsweise wurde das russische Großereignis vor 100 Jahren so gut wie übergangen – vom ORF, als „Lachnummer Lenin“ oder im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) als ein Militärputsch einer kleinen Minderheit dargestellt.
Aus Lisboa, Martin Wachter

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Peter Pilz (1986 – 2017)

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P. Pilz © Martin Wachter

Adieu Peter P. ■ Die Geschichte hält oft seltsame Ironien bereit. So auch im Fall von Peter Pilz. Hier geht es nicht um Abgrapschen oder sexuell belästigen, sondern um den Kern des bürgerlichen Parlamentarismus: die demokratische Legitimität.
Hannes Hofbauer, der Historiker, Publizist und Verleger Hannes Hofbauer erinnert sich

Peter Pilz‘ erster Einzug ins Hohe Haus am Wiener Ring im Jahr 1986 erfolgte, ohne dass er dafür gewählt worden wäre; seinen Wahlsieg im Jahr 2017 hingegen kann er für ein Nationalratsmandat nicht nützen. Seinem Karrierestart fehlte die legitime Grundlage, bei seinem Karriereende wird sie für ihn unbrauchbar.

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Ein roter Stern, der nicht verglüht

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© Ingo Gärtner

100 Jahre Oktoberrevolution ■ Es gibt viele runde Jahrestage. Und es ist bezeichnend, auf welche Weise die verschiedenen politischen Kräfte im Laufe der Geschichte auf jene Ereignisse eingehen, welche die gesellschaftliche Entwicklung qualitativ verändert haben, auf Revolutionen.
 Die französische Revolution von 1789 und die Revolutionen in Europa 1848 und ihre Ergebnisse werden allgemein als wichtige Grundlagen für die heutigen Verhältnisse gesehen.
Bei dem, was vor genau 100 Jahren in Russland geschehen ist, ist es nicht so.
 Am liebsten möchte man die Oktoberrevolution aus der Geschichte streichen.
Ein Essay von Franz Stephan Parteder

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Mut zum Widerstand …

UHUDLA_107_WPAllen helfen, die Hilfe brauchen ■ Die KPÖ ist mit 25.645 und 20,34 Prozent der abgegebenen Stimmen wieder zweitstärkste Partei im Grazer Gemeinderat. Gegenüber der Wahl von 2014 haben die KommunistInnen im Februar 2017 um 2 920 Stimmen mehr erhalten und ein zweites Stadtratsmandat dazu gewonnen. Der 30-jährige Robert Krotzer, ein AHS-Lehrer war fünf Jahre Gemeinderat. Er hat diese Funktion übernommen.
UHUDLA Ausgabe 107 / 2017 Titelgeschichte
Ein Interview von Anne Rieger  mit Robert Krotzer

ÖVP und FPÖ, stärkste und drittstärkste Partei mit 37 bzw. 16 Prozent der abgegebenen Stimmen, haben sich zur blau-schwarzen Koalition eingemauert. Mit ihrer Stimmenmehrheit haben sie der KPÖ das Wohnungsressort entrissen, das sie 19 Jahre erfolgreich geführt hat. Stattdessen teilen sie ihr das Verkehrsressort, sowie die Ressorts Gesundheit und Pflege zu. Letzteres übernahm Robert Krotzer.

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68er_1UHUDLA 68er Zyklus ■ Keine Atempause Geschichte wird gemacht, es geht voran.  Willkommen im 68er Club. Wir beginnen mit einer Reihe von Kunstwerken aus Gärtners 68er Sammlung. Schließlich jährt sich die Hoffnung und der Wunsch nach politischer Veränderung nächstes Jahr zum 50ten Mal.

Einige bundesdeutsche und halbösterreichische KünstlerInnen haben nach vielen Jahren ihre Zweitheimat in Portugal an der Algarve schon verlassen oder sind gestorben.

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Jetzt kommt Kurz – Ohne Helm und ohne …

Sept.2017
© Karl Berger: http://www.zeichenware.at

Wofür steht Kurz – und was wird aus der SPÖ ■ Ein paar Gedanken dazu. Wer wissen will, wofür die FPÖ in den Regierungsverhandlungen streiten wird, kann das sehr gut im Buch „FPÖ-Partei der Reichen“ von Michael Bonvalot nachlesen. Weniger klar ist dabei die  „neuen ÖVP“ des Sebastian Kurz im Schilde führt.
Ein Essay von Otto Bruckner

Dass Sebastian Kurz im Wahlkampf eine Blaupause des FPÖ-Programms zu Themen wie Migration ablieferte, sollte nicht überschätzt werden. Das diente der Stimmenmaximierung. Freilich wird in diesen Bereichen schnell Einigkeit herrschen, da ja FPÖ und ÖVP bei der Begrenzung der Migration ebenso einig sind, wie die ÖVP in dieser Angelegenheit mit der SPÖ in der Bundesregierung an einem Strang zog.

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Der aufrechte Gang und die Oktoberrevolution

Oktober

100 Jahre Oktoberrevolution ■ „Auf tausend Kriege kommen nicht zehn Revolutionen, so schwer ist der aufrechte Gang“, merkte einst der marxistische Theoretiker Ernst Bloch an. Im Oktober 1917 aber kam es in Russland zu einer solchen Revolution. Im aufrechten Gang erhoben sich hunderttausende ArbeiterInnen, Soldaten und BäuerInnen und Millionen Menschen schlossen sich unter der Führung Lenins und der Bolschewiki den Losungen „Brot und Frieden“ sowie „Alle Macht den Sowjets“ an.
Ein Essay von Robert Krotzer

Die sozialistische Oktoberrevolution veränderte und bestimmte den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderes historisches Ereignis.

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