Eine Politik, die Mut, Hoffnung und Solidarität verbindet

Robert_Marx

Der Grazer Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer von der KPÖ berichtet über seine Arbeit ■ Gestern Dienstag am 8. August 2017 am Vormittag waren in der wöchentlichen Sozialsprechstunde zwölf Menschen bei mir im Stadtratsbüro mit unterschiedlichsten Anliegen: Vom gelernten Schlosser, dem trotz schwerer gesundheitlicher Probleme vom AMS keine Umschulung finanziert wird, über eine Mindestpensionistin, die den Selbstbehalt für die Reparatur ihres Hörgeräts nicht bezahlen kann, ein Mann, dem nach 27 Jahren in seiner Wohnung die Delogierung angedroht wird, bis hin zu einem Schüler, der finanzielle Unterstützung braucht, um an der gemeinsamen Klassenfahrt nach Rom teilzunehmen.

Dazu kommen auch viele Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, psychischen Problemen oder auch Suchterkrankungen. Wir lernen mit den Menschen auch die zahllosen Gebrechen unserer immer ungleicheren, kapitalistischen Gesellschaft sehr unmittelbar kennen.
Wir hören uns die Anliegen der Menschen an und mit meiner Kollegin Maria Strauss-Preinsberger habe ich eine ausgezeichnete Sozialarbeiterin mit 40 Jahren Erfahrung an meiner Seite, die für jedes Problem eine Lösung weiß: Wir vermitteln Termine, geben rechtliche Informationen, weisen auf Unterstützungsfonds hin, helfen bei Anträgen auf Wohnunterstützung, Mietzinszuzahlung oder Mindestsicherung, geben Tipps und Ratschläge – und manchmal müssen wir auch ein Taschentuch reichen, wenn Verzweiflung und Not besonders groß sind.

Bei uns finden die Menschen aber stets ein offenes Ohr und wir wollen niemanden ohne neuen Mut, ein Stück Hoffnung und die Erfahrung von Solidarität gehen lassen. Mut, um sich nicht alles gefallen zu lassen und Hoffnung, dass eine andere, menschlichere Welt im Großen möglich ist, wenn sie im Kleinen ganz praktisch vorgelebt wird. Und eben dafür braucht es die Solidarität der Vielen, denen wenig bleibt – und die doch die große Mehrheit in unserem Land bilden.

Rechtliche Beratung, politische Aufklärung und menschlicher Zuspruch sind unverzichtbare Bausteine dabei – manchmal helfen aber die schönsten Worte nicht, sondern es geht nicht ohne finanzielle Unterstützung; damit etwa jemand nicht die Wohnung verliert oder Heizung und Strom nicht abgeschalten werden. Dafür verzichten Elke Kahr und ich auf zwei Drittel unseres monatlichen Gehalts von knapp 6.000 Euro (netto!), um Menschen in Notlagen unterstützen zu können. – „Wählerkauf“ nennen das unsere politischen Gegner von rechts, „Almosenpolitik“ schallt es mitunter aus dem ultralinken Eck. Gelebte Solidarität in der Tradition der ArbeiterInnenbewegung nennen wir das als KommunistInnen. Schließlich geben Elke und ich ebenso wie die KPÖ Landtagsabgeordneten in der Steiermark Claudia Klimt-Weithaler und Werner Murgg auf diesem Weg das Geld an Menschen zurück, mit deren Unterstützung wir überhaupt erst in die Funktionen gewählt wurden. Und unsere Kritik an abgehobenen Polit-Gehältern, abgehobener Politik und abgehobenen PolitikerInnnen wäre kaum glaubwürdig, wenn wir das nicht anders vorleben würden.

In all den Gesprächen und in unserem Kontakt mit den Menschen sind wir selbst stets Lernende: Wir hören zu, wo der Schuh drückt, greifen Ideen auf, fassen Stimmungen zusammen und entwickeln unsere Politik im engen Austausch mit der arbeitenden Bevölkerung und den wirtschaftlich benachteiligten Menschen. Eine Politik, die Mut, Hoffnung und Solidarität verbindet mit dem Kampf um eine Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse.

Freilich stehen unsere Bürotüren auch weiterhin offen – und wenn ich Ende August mal eine Zeit lang auf Urlaub bin, sind selbstverständlich meine KollegInnen jederzeit da:
Stadtrat Mag. Robert Krotzer (KPÖ Graz) Rathaus, 2. Stock, Zimmer 231-234
 Hauptplatz 1 
in 8010 Graz
Tel.: +43 316 872-2070
E-Mail: robert.krotzer@stadt.graz.at

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