So rockt Portugal – Xutos & Pontapes

Das UHUDLA Neujahrskonzert. Zweieinhalb Stunden, die beste Musik die Portugal zu bieten hat

Xuntos
UHUDLA Neujahrskonzert 2018 ■ Wer was zum Katervertreiben oder für eine klaren Kopf braucht, ist hier richtig. Das war und ist das Beste und wichtigste was Portugal in Sachen Punk-Rock und Polit-Band zu bieten hat. Und weil das Leben und die Politik nicht immer glatt laufen, eine Hommage an Ze Pedro, verstorben am 30. November 2017 im 61. Lebensjahr.
Von Martin Wachter Lisboa.

Zuerst Persönliches: Ich hatte das große Glück genau vor einem Jahr die Xutos e Pontapes in meiner Heimatstadt Lagos in der Silvester Nacht 2016 live zu hören. Die Kleinstadt an der Algarve im Süden Portugals stand Kopf.

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Fröhliche Streikfeiertage mit Gottes Segen

Postlerstreik

Mit Marx gegen das Kapital ■ Klassenkampf in Portugal. Anfang Dezember gab es Ausstände in großen Industriebetrieben für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erwartet ein Wiedererstarken des Marxismus und plädiert für eine Zähmung des globalen Kapitalismus. Auf diese Weihnachtsbotschaft des hohen kirchlichen Würdenträgers haben die Werktätigen Portugals erst gar nicht gewartet. Für sie ist der Klassenkampf eine immerwährende Herausforderung.

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Nix verändert si von söwa

Demo18.11.17
© CGTP IN Archiv

Portugiesische Verhältnisse ■ 35-Stunden-Arbeitswoche, Jobs und mehr Geld. Die PortugiesInnen kämpfen für ihre Rechte und eine bessere Arbeitswelt. In Lisboa demonstrieren über 60.000 Menschen, von denen die meisten durch den Sparkurs der Regierung in eine existenzgefährdende Situation gedrängt wurden. Keine einzige österreichische oder bundesdeutsche Fernsehstation berichtete über die Großkundgebung.

Ein Bericht über die Großkundgebung aus Lisboa von Martin Wachter.

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Portugal – 100 Jahre Oktoberrevolution

Oktoberavante

Portugiesische Verhältnisse ■ Am 7. November 2017 hat die Kommunistische Partei Portugals PCP im Coliseu in Lisboa ein weiteres Jahrhundert des revolutionären Kampfes gefeiert. Mehrere tausend GenossInnen bekundeten ihre Bereitschaft für die Rechte der Werktätigen und für bessere Lebensbedingungen des Volkes zu kämpfen.

In den österreichischen und bundesdeutschen Medien beispielsweise wurde das russische Großereignis vor 100 Jahren so gut wie übergangen – vom ORF, als „Lachnummer Lenin“ oder im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) als ein Militärputsch einer kleinen Minderheit dargestellt.
Aus Lisboa, Martin Wachter

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Wie gewonnen so zerronnen

Portugiesische Verhältnisse ■ Weniger Rot, mehr Rosa. Die CDU – das Bündnis aus KommunistInnen und ökologisch Grünen – hat bei der Wahl 2017 in die 308 Districtsparlamente nur 24 PräsidentInnen in die Camara municipal, das sind die Rathäuser, entsenden können. 18 Wahlbezirke mit absoluter Mehrheit. Im Vergleich zu 2013 sind das um zehn BürgermeisterInnen weniger. Von den einst 525.000 WählerInnenstimmen gingen um die 60.000 weniger auf das Konto der CDU. Das Ergebnis ist in Prozenten und Stimmenanteil in etwa gleich mit dem von 2009. Nur gab es damals noch 28 Spitzenpositionen.
Von Martin Wachter, Lisboa

Wahl–Port_2017
Correio de Manha

Die CDU erreichte 2017 einen Stimmenanteil von 9,46 Prozent. 2009 waren es noch um etwa 1,5 Prozent mehr und zwar 11,06 Prozent. Diese Wahl ist auch deshalb interessant, weil vor zwei Jahren die Sozialisten PS die korrupte Sparregierung der volksparteilichen Sozialdemokraten PSD in Portugal abgelöst haben.

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Der Kampf geht weiter

Carlos

Portugiesische Verhältnisse ■ Viel Lob für Portugal. Die EU-Politgranden sind entzückt über den „Fortschritt” der LousitanierInnen. Im Land selbst regt sich wieder massiver Widerstand gegen die politischen Verhältnisse. Zehntausende demonstrieren am „Tag des nationalen Kampfes” in Porto und in der Hauptstadt.
In Lisboa dabei Martin Wachter

Alle auf die Straße
„A luta continua! – Todos já na rua!”, ist wieder in auf der iberischen Halbinsel. Der Kampf geht nach einer einjährigen schöpferischen Pause weiter. Eine Woche nach massiven Protesten von linken und gewerkschaftlichen Organisationen in Spanien, hat auch der größte Gewerkschaftsverband in Portugal Anfang Juni 2017 zum nationalen Kampftag aufgerufen.

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Lousitanien brennt und zu wenig Hilfe

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Lagos von Balkon Max-Casa © Martin Wachter

Portugiesische Verhältnisse ■ Endlich hat es heute Nacht geregnet. Nach vier Monaten Sonnenschein und Dürre ohne Ende dürfte mitten im September die „Brandsaison” 2016 zu Ende gehen. Leider hat es in diesem Jahr so oft und so intensiv an allen Ecken und Enden der Republik gebrannt wie schon lange nicht mehr. Nicht nur auf dem portugiesischen Festland sondern auch in Madeira wütete ein großflächiges Feuer drei Tage und drei Nächte. Durch das Inferno wurden 22 Prozent der Fläche von Funchal, der Haupstadt der Atlantik-Insel verwüstet. Traurige Bilanz, drei Tote, zwei Schwerverletzte und 200 Verletzte. 300 Häuser wurden zerstört, die Hälfte der Behausungen wurde ein totaler Raub der Feuersbrunst.
Aus Lisboa berichtet Martin Wachter

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