Portugal im Dauer-Kampf

9_Juni_Lisboa
100.000 DemonstrantInnen am 9. Juni 2018 auf den Strassen Lisboas.

Portugiesische Verhältnisse ■ 35-Stunden-Arbeitswoche für alle, für menschenwürdige Jobs – und mehr Geld, mindestens 650 Euro im Monat! Die PortugiesInnen kämpfen für ihre Rechte und eine bessere Arbeitswelt. Der Minderheits-Regierung des Sozialisten (Sozialdemokraten) Antonio Costa bläst ein scharfer, kalter Atlantikwind um die Ohren. Es vergeht keine Woche ohne Streiks und Kundgebungen.
Aus Lisboa berichtet Martin Wachter

Spitalspersonal, Beschäftigte im Bildungswesen und im Staatsdienst, bei Polizei und beim Militär, bei der Müllabfuhr, bei Eisenbahn und den U-Bahnen in Porto und Lisboa, 3.000 ArbeiterInnen von Volkswagen Portugal und vorallem Handelsangestellte und das Personal in der Tourismus-Branche sind wütend.

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Weniger Arbeit ist mehr Freizeit

Arbeitszeit

Arbeitszeitverkürzung jetzt ■ Allerdings wird eine Arbeit mit weniger Wochenstunden  nicht vom Himmel fallen. KOMintern, die Kommunistische Gewerkschaftsinitiative International will den Kampf für kürzere Arbeitszeit verstärken und das Ringen um mehr Freizeit für alle Werktätigen konsequent fortsetzen.

KOMintern fordert einen offensiven und konsequenten Kampf der Gewerkschaften für eine weitreichende Arbeitszeitverkürzung.

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Schuften in die Frühpension

Rudi_Port12 Stunden Arbeitstag nur mit 30 Stundenwoche ■ Die österreichische schwarzblaue Bundesregierung hat nicht Arbeitszeitflexibilisierung sondern eine trickreiche Verlängerung der Arbeitszeit vor. Der Arbeitsmediziner Rudolf Karazman: „Ohne längere Erholungszeit sind frühere Arbeitsunfähigkeit, längere Krankenstände, steigende Gesundheitskosten und Frühpensionierungen vorprogrammiert”.

Von Lenz Piringer

Was die Regierung von Sebastian Kurz und Heinz Ch. Strache vorhat, ist nicht im Interesse der werktätigen Menschen in Österreich. Rudolf Karazman sieht ganz andere Beweggründe.

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Der Kampf geht weiter

Carlos

Portugiesische Verhältnisse ■ Viel Lob für Portugal. Die EU-Politgranden sind entzückt über den „Fortschritt” der LousitanierInnen. Im Land selbst regt sich wieder massiver Widerstand gegen die politischen Verhältnisse. Zehntausende demonstrieren am „Tag des nationalen Kampfes” in Porto und in der Hauptstadt.
In Lisboa dabei Martin Wachter

Alle auf die Straße
„A luta continua! – Todos já na rua!”, ist wieder in auf der iberischen Halbinsel. Der Kampf geht nach einer einjährigen schöpferischen Pause weiter. Eine Woche nach massiven Protesten von linken und gewerkschaftlichen Organisationen in Spanien, hat auch der größte Gewerkschaftsverband in Portugal Anfang Juni 2017 zum nationalen Kampftag aufgerufen.

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Es ist Zeit für Klassenkampf

12Stunden

Bundeskanzler Kern droht Werktätigen und Gewerkschaften unverhohlen ■ Es ist Zeit für Klassenkampf kontert KOMintern – Kommuistische Gewerkschaftsinitiative International. Die UHUDLA KooperationspartnerInnen sagen Nein zum 12 Stunden-Arbeitstag

An der Wiege der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung stand bekanntlich die Forderung nach dem 8-Stunden-Tag. Weltweit gingen die Arbeitenden unter dem Motto “8 Std. Arbeit – 8 Std. Freizeit – 8 Std. Schlaf” auf die Straße, um dessen Einführung zu erkämpfen. Auf den revolutionären Wogen des Jahres 1918 gelang es dann, den 8 Stunden Arbeits-Tag gesetzlich zu verankern.

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Flughäfen im drei Tage Streik

ANAPortugiesische Verhältnisse ■ Vom Freitag den 1. Juli bis Sonntag den 3. Juli streiken in ganz Portugal die Beschäftigten der Flughafen-Betriebsgesellschaften. In Lisboa, Porto, Faro und auf Madeira protestieren die Kofferjongleure gegen Privatisierung, gegen die Präkarisierung ihrer Arbeitsverhältnisse, für mehr Lohn und Gehalt und für eine Arbeitszeitverkürzung auf 35-Wochen-Stunden.

Die Flughafenbetreibergesellschaften in Lisboa, Porto und Faro wurden mehrheitlich teilprivatisiert. Der bundesdeutsche Frankfurter Großkonzern FRAport schluckte die staatliche Betreibergesellschaft ANA. Es lief alles nach bekanntem Muster. Die ANA wurde in mehrere Teilfirmen zerschlagen und „umstrukturiert”.
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Die Geschichte eines angekündigten TAP-Absturzes

cc

Portugiesische Verhältnisse ■ So funktioniert der Kapitalismus der 

TAP
© Martin Wachter

Konzerne europa- und weltweit. Ein Beispiel gefällig? Die kriminelle „Privatisierung” der portugiesischen staatlichen Fluggesellschaft Transportes Aéreos Portugueses (TAP)!
Martin Wachter berichtet aus Lisboa

Die Vorgeschichte ist deshalb interessant, weil die EU und die Troika  an der Verscherbelung der TAP beteiligt waren. Nach der Machtübernahme am 6. Juni 2011 kündigte die rechtskonservative Regierung bereits im Laufe des Jahres 2011 die Privatisierung des Unternehmens an. Dies galt als Teil des 87 Mrd. Euro Rettungspaketes der EU. Weiterlesen