Der Kampf ist der Weg

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Portugiesische Verhältnisse Proteste nonstop, vielfältig und rot. Kämpfen gehört zum Alltag im krisengeschüttelten EU-Land an der Südwestküste des Kontinents. 2019 ist ein Wahl- und Zahljahr. Ende Mai das EU-Parlament. Im Herbst geht’s um Portugal. Ohne Rücksicht auf Verluste setzt die Minderheitsregierung der Sozialistischen Partei den schaumgebremsten Sparkurs im Staatshaushalt fort.
Aus Lisboa, ein Bericht von Martin Wachter, erschienen in der UHUDLA Ausgabe 110

In Sachen Demonstrationen, Streiks und Widerstand sind die PortugiesInnen durch Jahrzehnte dauernde politische Auseinandersetzungen kampferprobt. Was die „Gelben Westen” in Frankreich auf die Straße treibt, ist im Armenhaus der EU Gang und Gebe.

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Servus, Angela Merkel

merkelAnfang vom Ende einer Legende ■ Der ehemalige „Spiegel“-Reporter Jürgen Leinemann hat den Opportunismus seiner Kolleginnen und Kollegen mit folgendem Satz charakterisiert: „Jeder Bundeskanzler besitzt in der Bundespressekonferenz eine absolute Mehrheit“. Verständlich, dass die Würdigungen der zu Ende gehenden politischen Ära Angela Merkels reichlich gequält daherkommen.
Aufstehen-Aktivist Oskar Lafontain auf seiner FB Seite

Dass Angela Merkel fleißig ist, will ihr niemand absprechen.
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Der böse Russe ist Schuld

cover_hofbauer_feindbild_russland_1_verbessert.inddDie Propagandamaschine läuft ■ Das Feindbild Russland gehört längst zum EU-europäischen und US-amerikanischen politischen und medialen Alltag.
Von Hannes Hofbauer erschienen in der UHUDLA Ausgabe 109 / 2018

Der seit vier Jahren bestehende und zuletzt von Seiten der USA verschärfte Wirtschaftskrieg richtet nicht nur in Russland, sondern auch in Europa großen Schaden an und macht den US-Präsidenten handlungsunfähig. Aus Stellvertreterkriegen in der Ukraine und in Syrien droht ein Weltenbrand zu werden.

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Der Dichter und der Bagger

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Foto: dpa

Braunkohle, Demokratie & Kohle ■ Braunkohle wird in Deutschland derzeit noch in drei Revieren gefördert: im Rheinland, in der Lausitz und südlich von Leipzig. Die dreckigste Art, Energie zu gewinnen, war also zwischen West-und Ostdeutschland «gerecht» aufgeteilt.
Auf keinem Gebiet waren die Regierungen der BRD und der DDR einander so ähnlich wie in ihrer Kohle-Politik. In einem Punkt erwies sich der Osten als das erfreulichere Deutschland. Man lese und urteile …

Robert Sommer hat ein Fundstück zum Thema Tagebau in Ost und West aus seiner historischen Artikel-Schatztruhe ausgegraben

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Klimakatastrophe & Kernschmelze

SPÖ-Politik in Österreich und Europa ■ Verzeihung, vom journalistischen Standpunkt sollten keine billigen, blöden oder bösen Anspielungen bezüglich von Namen gemacht werden. Aber der ältesten und rebellischsten Strassenzeitung Österreichs ist manchemal nix „heilig” genug.

KlimakatastrofeÜber Sozialdemokratie und Rechtsentwicklung schreibt in der UHUDLA Ausgabe 92 / 2010 der damalige UHUDLA Chefredakteur Lutz Holzinger in Dritter „Sackgasse” Weg folgendes:

„Politischer Polsprung in der EU – Die Resultate der jüngsten Wahlen zum Europa-Parlament wurden zumeist lakonisch hingenommen. Dass das Abschneiden von Konservativen und Rechtsextremen ein Ergebnis tektonischer Verwerfungen der politischen Landschaft in Europa ausdrückt, wurde kaum zu Kenntnis genommen”.

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Schönfärben, anpassen, unterwerfen?

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Karl Berger © http://www.zeichenware.at

FPÖ ist nicht die Partei der „bedauerlichen Einzelfälle” ■ Im allgemeinen Diskurs über das Verhältnis zur NS-Ära gab es mehrere grundlegende Wendungen: 1938 jubelte die große Mehrheit der ÖsterreicherInnen über den Einmarsch der Hitler-Armee und den „Anschluss“ der „Ostmark“ an das Deutsche Reich. Erst unter dem Eindruck des 1939 vom Zaune gebrochenen 2. Weltkrieges, den Erfahrungen an der Front und durch den Bombenkrieg schwand diese Begeisterung ziemlich schnell.

Das ist eine der vielen Analysen auf Furtlehners Blog


1945 präsentierte sich Österreich dann als erstes Opfer Hitler-Deutschlands: Niemand wollte Nazi, niemand von den 700.000 österreichischen NSDAP-Mitgliedern wollte Täter gewesen sein.

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Ein roter Stern, der nicht verglüht

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© Ingo Gärtner

100 Jahre Oktoberrevolution ■ Es gibt viele runde Jahrestage. Und es ist bezeichnend, auf welche Weise die verschiedenen politischen Kräfte im Laufe der Geschichte auf jene Ereignisse eingehen, welche die gesellschaftliche Entwicklung qualitativ verändert haben, auf Revolutionen.
 Die französische Revolution von 1789 und die Revolutionen in Europa 1848 und ihre Ergebnisse werden allgemein als wichtige Grundlagen für die heutigen Verhältnisse gesehen.
Bei dem, was vor genau 100 Jahren in Russland geschehen ist, ist es nicht so.
 Am liebsten möchte man die Oktoberrevolution aus der Geschichte streichen.
Ein Essay von Franz Stephan Parteder

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Jetzt kommt Kurz – Ohne Helm und ohne …

Sept.2017
© Karl Berger: http://www.zeichenware.at

Wofür steht Kurz – und was wird aus der SPÖ ■ Ein paar Gedanken dazu. Wer wissen will, wofür die FPÖ in den Regierungsverhandlungen streiten wird, kann das sehr gut im Buch „FPÖ-Partei der Reichen“ von Michael Bonvalot nachlesen. Weniger klar ist dabei die  „neuen ÖVP“ des Sebastian Kurz im Schilde führt.
Ein Essay von Otto Bruckner

Dass Sebastian Kurz im Wahlkampf eine Blaupause des FPÖ-Programms zu Themen wie Migration ablieferte, sollte nicht überschätzt werden. Das diente der Stimmenmaximierung. Freilich wird in diesen Bereichen schnell Einigkeit herrschen, da ja FPÖ und ÖVP bei der Begrenzung der Migration ebenso einig sind, wie die ÖVP in dieser Angelegenheit mit der SPÖ in der Bundesregierung an einem Strang zog.

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Der aufrechte Gang und die Oktoberrevolution

Oktober

100 Jahre Oktoberrevolution ■ „Auf tausend Kriege kommen nicht zehn Revolutionen, so schwer ist der aufrechte Gang“, merkte einst der marxistische Theoretiker Ernst Bloch an. Im Oktober 1917 aber kam es in Russland zu einer solchen Revolution. Im aufrechten Gang erhoben sich hunderttausende ArbeiterInnen, Soldaten und BäuerInnen und Millionen Menschen schlossen sich unter der Führung Lenins und der Bolschewiki den Losungen „Brot und Frieden“ sowie „Alle Macht den Sowjets“ an.
Ein Essay von Robert Krotzer

Die sozialistische Oktoberrevolution veränderte und bestimmte den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderes historisches Ereignis.

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Das Elend der 68-er Generation

Lutz
© Franz HAUSNER.

Vertane Gelegenheiten und die Deutungshoheit der Historie ■ Das Jahr 2008 beschert eine schier unendliche Kette von Jubiläen, die ebenso unnütz wie Denkmäler sind. Als viel berufene Meilensteine der Entwicklung unseres Landes verdienen sie jedoch heitere bis kritische Aufmerksamkeit.
Lutz Holzinger liefert hier ein Überblick über sowohl über­gangene als auch überzogene Zusammenhänge.

Erschienen in der UHUDLA Ausgabe 87/2008

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