Kommentare & Essays

Welt ohne Unterdrückung, Ausbeutung und Krieg

TiborDas Gift des Imperialismus Offenbar hat die US-Regierung beschlossen, den dem Imperialismus gesetzmäßig innewohnenden Kampf um die Aufteilung der Welt zuzuspitzen.Wirklich verhindern kann den dritten globalen Waffengang nur eine starke gesellschaftlich progressive, friedensorientierte Massenbewegung von unten – international und in den einzelnen Ländern.
Kommentar von Tibor Zenker, stellvertretender Vorsitzender der Partei der Arbeit Österreichs

Der erste effektivere Einsatz chemischer Waffen in der Geschichte der Kriegsführung fällt in den Ersten Weltkrieg – und es möge niemanden überraschen, dass es zuerst ausgerechnet die deutschen und die österreichischen Armeen waren, die bedenkenlos tausende französische, russische und italienische Soldaten vergifteten.

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Uns aus dem Elend zu erlösen …

Otto-PdAWiderstand neu organisieren ■ Der Partei der Arbeit PdA Vorsitzender Otto Bruckner sieht manche Protestvarianten gegen die neue österreichische Bundesregierung Regierung von  ÖVP und FPÖ skeptisch
Es soll mir jetzt bitte niemand sagen, diese Regierung müsste weg, damit die SPÖ wieder die Geschäfte des Kapitals erledigen kann. Es braucht eine Alternative zu allen Parteien der Banken und Konzerne.

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Ein roter Stern, der nicht verglüht

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© Ingo Gärtner

100 Jahre Oktoberrevolution ■ Es gibt viele runde Jahrestage. Und es ist bezeichnend, auf welche Weise die verschiedenen politischen Kräfte im Laufe der Geschichte auf jene Ereignisse eingehen, welche die gesellschaftliche Entwicklung qualitativ verändert haben, auf Revolutionen.
 Die französische Revolution von 1789 und die Revolutionen in Europa 1848 und ihre Ergebnisse werden allgemein als wichtige Grundlagen für die heutigen Verhältnisse gesehen.
Bei dem, was vor genau 100 Jahren in Russland geschehen ist, ist es nicht so.
 Am liebsten möchte man die Oktoberrevolution aus der Geschichte streichen.
Ein Essay von Franz Stephan Parteder

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Jetzt kommt Kurz – Ohne Helm und ohne …

Sept.2017
© Karl Berger: http://www.zeichenware.at

Wofür steht Kurz – und was wird aus der SPÖ  ■ Ein paar Gedanken dazu. Wer wissen will, wofür die FPÖ in den Regierungsverhandlungen streiten wird, kann das sehr gut im Buch „FPÖ-Partei der Reichen“ von Michael Bonvalot nachlesen. Weniger klar ist dabei die  „neuen ÖVP“ des Sebastian Kurz im Schilde führt.
Ein Essay von Otto Bruckner

Dass Sebastian Kurz im Wahlkampf eine Blaupause des FPÖ-Programms zu Themen wie Migration ablieferte, sollte nicht überschätzt werden. Das diente der Stimmenmaximierung. Freilich wird in diesen Bereichen schnell Einigkeit herrschen, da ja FPÖ und ÖVP bei der Begrenzung der Migration ebenso einig sind, wie die ÖVP in dieser Angelegenheit mit der SPÖ in der Bundesregierung an einem Strang zog.

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Der aufrechte Gang und die Oktoberrevolution

Oktober

100 Jahre Oktoberrevolution ■ „Auf tausend Kriege kommen nicht zehn Revolutionen, so schwer ist der aufrechte Gang“, merkte einst der marxistische Theoretiker Ernst Bloch an. Im Oktober 1917 aber kam es in Russland zu einer solchen Revolution. Im aufrechten Gang erhoben sich hunderttausende ArbeiterInnen, Soldaten und BäuerInnen und Millionen Menschen schlossen sich unter der Führung Lenins und der Bolschewiki den Losungen „Brot und Frieden“ sowie „Alle Macht den Sowjets“ an.
Ein Essay von Robert Krotzer

Die sozialistische Oktoberrevolution veränderte und bestimmte den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderes historisches Ereignis.

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Die Anti-Diplomatie des Sebastian Kurz

andreaTürkise Entwicklungshilfe ■ Es kommt überraschend, dass ausgerechnet Sebastian Kurz die ÖVP von Schwarz auf Türkis umfärbt. Nichts gegen die Farbe, nichts gegen den Stein und gar nichts gegen seine Herkunft, die aber der Berufspolitiker womöglich nicht bedacht hat. Der Name soll aus dem Französischen kommen. Turquois leitet sich vom „türkischen (Edelstein)“ ab, auf den Franzosen im 15. Jahrhundert im Gebiet der Türkei gestoßen waren, ohne zu wissen, dass er dort lediglich gehandelt wurde. Er kam wohl aus Persien. Der Türkis ist also ein wertvoller Migrant, der einst über den Umweg Türkei vermutlich auf der Balkanroute nach Europa kam.
Ein Kommentar von Andrea Sommerauer, erschienen in der UHUDLA-Ausgabe 107/2017

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Hurra, wir leben noch

maxhutIn Österreich ist die SPÖ und ÖVP Regierung dabei einen der Pfeiler des Prinzips der EU zu sprengen. Ade, Niederlassungsfreiheit für Werktätige. Ade, minimale soziale Gerechtigkeit. Alle Macht den Konzernen und Banken und der „Wirtschaft“. Mit dem 12 Stunden Arbeitstag werden uns die Herrschenden auch noch erledigen. Mehr Polizei, noch mehr Überwachung und die Abschaffung demokratischer und sozialer Rechte steht auch auf der Agenda.

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Und wo bleibt die Alternative?

MartinEr- und Bekenntnisse eines Bildungsfernen ■ Zuerst einmal: Ich weiss, wovon ich schreibe. Acht Jahre Volksschule in einem kleinen Dorf und ein Jahr Polytechnischer Lehrgang. Danach eine Lehrlingsausbildung als Ofensetzter und Fliesenleger.
Gegenwärtig reibe ich mir verwundert die Augen, wenn ich in den Medien über „bildungsferne” wahlunmündige „FalschwählerInnen” lese.

Kommentar von Martin Wachter, erschienen im UHUDLA Ausgabe 106/2017

Es verschlägt mir Ohren und Sprache, wenn die Bobo-Abteilung besserwisserisch das arbeitende oder arbeitslose Volk für das Grundübel der „rechten” politischen Zustände in Österreich verantwortlich machen will.

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Bevölkerung bei Laune halten

bergerEs rettet uns kein höheres Wesen ■ Manche Linke sind jetzt bemüht, anderen Linken zu erklären, dass Bundeskanzler Christian Kern kein Linker wäre, und dass Barack Obama kein Linker war. Na sowas auch, da bin ich ja echt überrascht. Aber was mach ich jetzt mit solcher Erhellung und Erkenntnis?
Ein Kommentar von UHUDLA-Cartoonist Karl Berger

So smarte Verkäufer wie Obama und Kern können schon einmal kurzfristig Erwartungen wecken. Die Erwartungen, die viele vor acht Jahren in den US-Präsidenten Obama gesetzt haben, waren absurd. Als ob er nicht US-amerikanischer Präsident geworden wäre, sondern eine Art gütiger Weltvater, der jetzt alles richten wird.

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Progressive Neuordnung Europas

 

otto_2Österreichische Politik der Feigheit, Unfähigkeit und Borniertheit ■  Neuerdings brillieren SPÖ-Politiker damit, alles mit allem zu vermischen: Die Arbeitslosigkeit mit der Flüchtlingskrise, die leeren Staatskassen mit den Arbeitern aus den Nachbarländern, eigentlich eine Spezialität rechter Demagogen. Gemeinsam mit den ÖVP-Ministern für Inneres und Äußeres exekutieren sie gegenwärtig jedoch eine Politik, die Feigheit, Unfähigkeit und Borniertheit verkörpert.

Kommentar des  PdA (Partei der Arbeit) Vorsitzenden Otto Bruckner zum Verhalten der österreichischen Bundesregierung in der Flüchtlingskrise.

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Das Elend der 68-er Generation

Lutz
© Franz HAUSNER.

Vertane Gelegenheiten und die Deutungshoheit der Historie ■ Das Jahr 2008 beschert eine schier unendliche Kette von Jubiläen, die ebenso unnütz wie Denkmäler sind. Als viel berufene Meilensteine der Entwicklung unseres Landes verdienen sie jedoch heitere bis kritische Aufmerksamkeit.
Lutz Holzinger liefert hier ein Überblick über sowohl über­gangene als auch überzogene Zusammenhänge.

Erschienen in der UHUDLA Ausgabe 87/2008

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Kapitalismus und Demokratie in der Krise

Haven
© Karl Berger

Ein sozialer Neubeginn – Alternative statt Weiterwursteln ■ Demokratie ist eine brauchbare Form gesellschaftlicher Organisation, wenn sie Prozesscharakter hat und nicht als Zustand des trotz aller Mängel besten Systems verstanden wird. Nach der Implosion des „Sozialismus“ jeder Systemkonkurrenz verlustig gegangen, ist dieses System rascher, als erwartet, in eine tiefe dauerhafte Krise geraten.

Von Lutz Holzinger, erschienen in der UHUDLA-Ausgabe 89/2009

Der neu gewählte österreichische Nationalrat hat sich beeilt, mit zwei einstimmig angenommen Beschlüssen Farbe zu bekennen: Erstens wurde die Erhöhung der Parlament-Klubförderung um 15 Prozent als fragwürdige Form der Eigenvorsorge ohne Diskussion angenommen. Zweitens wurde ein Bankenpaket im Wert von 100 Milliarden Euro ohne Gegenstimme als Kotau vor dem Finanzkapital abgesegnet.

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Systemfehler kapitalistische Gesellschaft

Widerstand durch Klassenkampf – Für Frieden und Freiheit  

© Karl Berger
© Karl Berger

In Portugal hat sich der Präsident des Landes über ein Votum der WählerInnen hinweggesetzt. Er betraute die absoluten Wahlverlierer auf Geheiß der EU mit der Regierungsbildung. In Polen hat die absolute Rechte die Wahlen gewonnen. Macht nix, da is das System nicht gefährdet und die „Finanzmärkte Konzerne, Investoren und Banken” sind wegen erwarteter Gewinne in Feierlaune. Und Mc Donald ist in der ÖVP schon hinaufgefallen. Darum zur Erinnerung den vor vier Monaten geschriebenen Beitrag in der ältesten und rebellischsten Straßenzeitung Österreichs.

Kommentar von Martin Wachter (UHUDLA Ausgabe 103/2015

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Falsche Fronten

Lutz
© Franz HAUSNER.
Dr. Lutz Holzinger

Weil es immer aktuell ist. Sichere Pensionen ■ Es geht um die Auseinandersetzung zwischen den Hauptklassen der Gesellschaft – Kapital und Arbeit.

Die heimischen Tageszeitungen betätigen sich neuerdings immer häufiger als Propagandisten eines Kampfes der Generationen untereinander bzw. der Jungen und der Alten gegeneinander. Zu dem Zweck wird die alte Leier vom Generationenkonflikt ausgepackt, wonach etwa die gegenwärtig 20- bis 40-Jährigen in absehbarer Zeit bezahlen müssten, was heute etwa für die Pensionen verprasst wird.

Kommentar  von  Lutz Holzinger erschienen in der UHUDLA Ausgabe 91/2009

In der rue de la gack

Abgrund
© Karl berger 1997

Ist die kapitalistische Gesellschaft am Ende ihres Lateins? Das Imperium zerbröselt ■ Erfunden aber zutreffend ist die Hypothese, wonach die Phrase „am Ende seines Lateins zu sein“, auf die Ära zurückgeht, in der das Imperium Romanum zu zerbröckeln begann. Viele Indizien deuten darauf hin, dass der globale Kapitalismus sich in einer vergleichbaren Situation befindet. Die überlieferte Zivilisationsmatrix ist nicht mehr haltbar; der Aufstieg eines neuen Systems nicht abzusehen. Alles in allem: Die Menschheit befindet sich in der Scheißgasse.
Ein Essay von Lutz Holzinger, der noch immer seine Gültigkeit hat. Erschienen in der UHUDLA Ausgabe 95/2011Weiterlesen

Armut durch Reichtum

© Karl Berger
© Karl Berger

Gründe der kapitalistischen Dauerkrise, im System liegt der Hund … ■ Das Krisengeschehen in der globalisierten Welt ist in den letzten 15 Jahren umfassender geworden. Über die Bereiche, von denen diese Verwerfungen ausgehen, irritieren sie die Gesamtwirtschaft immer mehr. 

Die einzelnen Ereignisse wie Asien-, Südamerika-, Immobilien- und zuletzt Rohstoffkrise ziehen ständig weitere Kreise. Ihre heilsame Funktion, das offenkundig überschüssige, in spekulativer Absicht investierte Kapital zu vernichten, können sie nicht ausüben, weil auf nationaler und internationaler Ebene interveniert wird, um die damit einher gehenden Verluste zu sozialisieren. Es gehört mittlerweile zum guten Ton der Leitmedien, darauf hinzuweisen, dass in der bestehenden Gesellschaftsordnung Reichtum und Armut immer weiter auseinander klaffen. In einer Welt des Überflusses wird am laufenden Band der Hungertod von Millionen Menschen produziert.
Dieses Essay ist in der UHUDLA Ausgabe 88/2008 erschienen

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Dritter „Sackgasse” Weg

KlimaschröderSozialdemokratie und Rechtsentwicklung. Politischer Polsprung in der EU ■ Die Resultate der jüngsten Wahlen zum Europa-Parlament wurden zumeist lakonisch hingenommen. Dass das Abschneiden von Konservativen und Rechtsextremen ein Ergebnis tektonischer Verwerfungen der politischen Landschaft in Europa ausdrückt, wurde kaum zu Kenntnis genommen.

Von Lutz Holzinger (UHUDLA Ausdgabe 92/2010)

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Eine Klasse schafft sich ab

Die Geldjagd fordert ihre Opfer

Korruptionsuntersuchungsausschuss – Es ist nicht ganz korrekt, von den etablierten Politikern als Klasse zu sprechen. Obwohl ihre Zahl, wenn man alle Funktionsebenen vom Gemeinde- bis zum Nationalrat berücksichtigt, in die Tausende geht, handelt es sich bloß um eine schwankende Schicht der Gesellschaft. Angesichts der jüngsten Enthüllungen etwa im Korruptionsuntersuchungsausschuss scheint sie gerade im Begriff zu sein, sich selbst abzumontieren.

Von Lutz Holzinger, erschienen in der UHUDLA Ausgabe 97/2012Weiterlesen

Ohne jeden Genierer

spassgesell
© Erwin Schuh

Das organisierte Politverbrechertum hat Österreich übernommen. Krimineller Ausverkauf ■ Verbrechen können noch so geschickt begangen werden; früher oder später werden sie dennoch aufgedeckt. Das gilt zwar auch für Österreich, hat aber für die Täter hierzulande keine Konsequenzen. Ein Trauerspiel.
Von Lutz Holzinger, veröffentlicht in der UHUDLA Ausgabe 94/2011

Als ÖVP und FPÖ sich entschlossen  ab 2000 einen flotten Zweierziegel aufs politische Parkett zu legen,  musste aufmerksamen politischen Beobachtern klar sein, dass es von da an ans Eingemachte der Republik ging und die goldenen Löffel Flügel bekamen.
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Wahlen sind zum Krenreiben

Portugiesische Verhältnisse – In Lousitanien ist politisch der Teufel los

So sehen in Portugal; nicht nur SatirikerInnen „Ihren” πräsident Cavaco Silva
So sehen in Portugal
nicht nur SatirikerInnen
„ihren” Pπräsidenten Cavaco Silva

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Die EU probt an und in Portugal ein richtungsweisendes Exempel. Diese Vorgehensweise wird den demokratischen Verfall, den Zerfall der Europäischen Union beschleunigen. Nach zwei Fragen, ob Wahlen zum Krenreiben sind, kann der UHUDLA jetzt die Antwort geben. Ja, Wahlen sind zum Krenreiben.
Von Martin Wachter Lisboa
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Der linke Platz und der Populismus

Georg Hofmann-Ostenhof hatte schon viele politische Häutungen hinter sich, bevor er zum Außenpolitiker des Profil wurde. Einmal kämpfte er auch an Franzder Seite von Peter Pilz und in der Gruppe Revolutionärer Marxisten (GRM) für die Revolutionierung der österreichischen Arbeiterklasse. Das ist lange her. Auf seine alten Tage scheint er sich aber daran zu erinnern. Sein Appell für einen linken Populismus („der linke Platz ist leer“)  im jüngsten Profil und seine Unterstützung für Peter Pilz deuten darauf hin.
Von Franz Stephan Parteder

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Sind Wahlen zum Krenreiben? Teil I

Systemerhalter Sozialdemokratie      

© Franz HAUSNER. 15.04.2010. Portraits von Dr. Lutz Holzinger. Journalist und Autor.
© Franz HAUSNER. 15.04.2010.
Portraits von Dr. Lutz Holzinger.

 

Von dem in Österreich vor mehr als 100 Jahren zunächst nur für Männer eingeführten allgemeinen gleichen Wahlrecht heißt es, dass es längst wieder abgeschafft worden wäre, wenn es etwas verändern könnte. Vor dem Hintergrund dieser tausendfach erprobten Tatsache erscheint es wie Suchtverhalten, dass Linke sich der Hoffnung hingeben, durch das Ergebnis von Präsidentschafts- oder Parlamentswahlen könnten die herrschenden Verhältnisse zum Tanzen gebracht werden.

Kommentar von Lutz Holzinger, erschienen in der UHUDLA Ausgabe 97/2012
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