Künstlerbilder vom Bilderkünstler

Mario_LangMario Lang, Multibegabter mit Qualitätsgarantie

Er ist einer der wenigen, der die Szene Wien in all ihren Facetten kennt, überall dort zu Hause ist, wo es „was zu Fotografieren“ gibt.

Von Walter Lohmeyer, erschienen in der UHUDLA Ausgabe 97/2012

Orgasmus in Rom

Durch sein freundliches und bescheiden wirkendes Auftreten merkt man: Mario Lang ist nicht nur mit großer Freude am Werk, man spürt: sein Beruf ist für ihn eine Berufung. Doch lassen wir ihn selbst erzählen, von den Anfängen, seinen ersten Erfolgen, den Highlights, seinen Plänen:
„Begonnen hat alles mit einem „Orgasmus in Rom“. Die Fußballklubs Roma und Lazio trafen aufeinander. Mein Freund Uwe Mauch (heute Redakteur beim „Kurier“) animierte mich für diese Titelstory zu fotografieren.
Die daraus resultierenden ersten Pressefotos in der Zeitung „Salto“ waren die Folge. Ich war wirklich stolz auf mich. Denn meine Eltern vertraten die Ansicht: Fotograf ist kein Beruf, sondern nur ein Hobby; also lernte ich Optiker und war 15 Jahre lang in dieser Profession tätig“.
Dann kam es zur ersten Begegnung mit Martin „Max“ Wachter (Herausgeber des UHUDLA) und Robert Sommer (Chefredakteur vom Augustin). Wieder war es Uwe Mauch, der ihm den Tipp gab: „Der Max und der Robert planen eine zweite Straßenzeitung, den „Augustin“. Geh in den Aktionsradius (Aktionsradius Augarten im 20.Bezirk, Anm.d.Red.) dort triffst die Beiden.“ Gesagt getan.
Die Beiden waren sehr angetan und auf die Frage: „Was soll ich fotografieren?“ „Skurriles, Ausgefallenes, Interessantes – fotografier einfach.“ „Ich war begeistert. Denn, im Normalfall, als Pressefotograf, so leicht unterzukommen, ist wahrlich nicht einfach, da musst schon „Anschieber“ haben.“
Mario lieferte seine ersten Bilder, die überzeugten. Max Wachter „überredete“ ihn zum Schreiben, war zwar ein strenger Lehrer („die erste G’schicht die ich ablieferte, war übern Franz Morak; jeder Satz war für mich Gold wert, doch der Max meinte nur „zu lang“ und als ich wehmütig „kürzte“, wieder: „zu lang – nicht Aufsatz sondern Story.“
Mario lernte, er lernte schnell und heute sind das nur noch lustige Erinnerungen. Er hängt den Optiker-Beruf an den Nagel und widmet sich ganz und gar seiner Freude, der Kunst im Allgemeinen. Denn Mario Lang ist als Autor genauso gefragt.
Zahlreiche Fotobände, insbesondere das Buch „Heros von Wien“ beweisen das. Eine in Auftrag gegebene Weltreise, eine Donau-Rad- Reise Bilder-CD (untermalt mit Musik der jeweiligen Region) bestätigen sein Ausnahmetalent. „Ein Foto muss zuerst einmal, klingt zwar egoistisch, mir gefallen, erst dann find‘ ichs gut. Ebenso hält es sich mit meinen Texten.“
Seit 2000 hat Mario Lang eine weitere berufliche Herausforderung: „Das Stimmgewitter Augustin“. „Mit Rikki Parzer, einer diplomierten Sozialarbeiterin, wird die Idee geboren.
Was anfänglich als b’soffener Einfall („Rikki und ich haben beim Volksstimmefest – nicht mehr ganz nüchtern – den Entschluss gefasst, das Stimmgewitter zu gründen“) abgetan wird, entwickelt sich zu einer professionell geführten und Sangesgruppe.

Dilettanten, die singen

Der bunt zusammengewürfelte Haufen „Wir sind Dilettanten, die singen können, ein Dilettantenchor“; (Copyright: Mario). „Nach drei CDs, alle ausverkauft, arbeiten wir jetzt bereits an der Vierten,die im Oktober/November 2012 erscheinen soll“. Das „Stimmgewitter“ ist in der Zwischenzeit zum festen Bestandteil der heimischen Musikszene geworden. Viele Auftritte im In-und Ausland sprechen für den „Dilettantenchor“.
Die alljährlich geführte Deutschlandtournee – Berlin, Dresden, Hamburg, Leibzig – um nur einige Stationen zu nennen – sind da nur noch die Bestätigung ihres Könnens.
Was plant der Multimedia-Künstler Mario Lang für die Zukunft: „Tja eine schwierige Frage. Mir schweben einige Dinge vor. Aber zwei Projekte im Speziellen: Eine Rad (-Monster)-Tour von Wien nach Wladiwostok mit dem Rad (2.500 km. Anm.d.Red). Da werde ich sicher genug Fotomaterial mitbringen, um die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen. Und… In Zeiten, wo alles schneller, höher, größer und teurer sein muss – eine Musikzeitschrift, die man kopieren kann, über die heimische Musikszene, der, meiner Meinung nach, viel zu wenig Augen-(Ohren-)merk geschenkt wird.
Jetzt ist Mario von der „Sopherl am Naschmarkt”, den Ort unseres Treffens, schon wieder am Sprung. Er muss zu Proben „seines“ Stimmgewitters. Nicht ohne vorher noch so beiläufig zu erwähnen: „Erst wenn die Arbeit Freude macht, hat man Erfolg, da ist Geld dann wirklich nebensächlich.“

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