Die Gesundheit ist ein hohes Gut

RobertgelbGesundheitstadtrat Robert Krotzer ■  „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“. 
Gemeinsam mit Elke Kahr hat der Neo-Stadtrat der steirischen Landeshauptstadt über die grundsätzlichen Haltungen der KPÖ Graz in den Bereichen Gesundheit und Pflege gesprochen.

Eine gut funktionierende und allen Menschen zugängliche öffentliche Gesundheitsversorgung ist für die Grazer KommunistInnen ein elementarer Baustein sozialer Politik und in diesem Sinne will Robert Krotzer das Ressort führen.

„Denn Gesundheit und Pflege dürfen keine Frage des Einkommens und Vermögens sein, sondern sind ein Grundrecht – und damit Sozialpolitik” stellt der 29 jährige Stadtrat in einer Aussendung fest.
„Wir haben uns nach der Ressortverteilung am 30. März 2017 bereits einen ersten Überblick über die Abteilungen und anstehenden Aufgaben verschafft. In den kommenden Tagen folgen Gespräche mit ExpertInnen aus dem Gesundheitsbereich und nach der Angelobung mit den zuständigen MitarbeiterInnen der Stadt Graz.
Auch wenn zuweilen medial das Bild gezeichnet wird, die KPÖ und ich hätten ein sehr begrenztes Ressort erhalten oder auch manche das politische Kalkül damit verbinden mögen, die KPÖ damit eingrenzen zu können, so freue ich mich auf die anstehenden Aufgaben.

Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur des Fehlens von Krankheit oder Gebrechen

Im folgende lassen wir Robert Krotzer selber zu Wort kommen: Wir werden genügend Arbeit finden und ich bin überzeugt, dass wir in diesen beiden Zuständigkeitsbereichen einen wichtigen Dienst an der Bevölkerung leisten können”, erklärt Robert Krotzer sein zukünftiges politisches Betätigungsfeld.
Und zwar in einem Bereich, der für alle Menschen in der Stadt Graz wichtig ist – in dem wir aber auch leider mehr und mehr die Gebrechen unserer auf Ungleichheit und Profitmaximierung aufgebauten Gesellschaft sehen.
Die KPÖ hat einen ganzheitlichen Zugang zu Gesundheit, der sich mit der Weltgesundheitsorganisation deckt, die Gesundheit „als Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur des Fehlens von Krankheit oder Gebrechen“ definiert.

Insofern bestimmen körperliche, psychische und auch materielle Faktoren unser Wohlergehen, dazu gehören demnach eine intakte Umwelt, Zugang zu frischen und gesunden Lebensmitteln, Bewegung und Sport, Qualität sozialer Beziehungen, Selbstwertgefühl oder menschenwürdige Arbeitsbedingungen.
Die allgemeinen Haltungen der KPÖ in Gesundheitsfragen werden nicht überraschen, sie sind aber in Zeiten wie diesen dringender nötig, denn je: Wir stehen zu einem starken öffentlichen und kostenlosen Gesundheitswesen, in dem jeder Mensch das gleiche Ausmaß an Unterstützung erfährt.

Demnach wenden wir uns gegen eine Zwei-Klassen-Medizin, gegen Profitorientierung im Gesundheits- und Pflegebereich, gegen die Privatisierungen von Gesundheitseinrichtungen und lehnen im Sinne der besten Versorgung selbstverständlich auch Krankenhausschließungen ab. Unter diesen Gesichtspunkten werden wir auch die im Land Steiermark angedachte Gesundheitsreform genauestens beobachten und uns im Sinne der PatientInnen wie auch der Beschäftigten zu Wort melden.

Die KPÖ hebt sich auch hier von den anderen Parteien ab: Der Mensch ist für uns kein Kostenfaktor und die Gesundheit der Menschen ist ein hohes Gut, das vor Leid und Schmerzen schützt und Leben retten kann. Allen Plänen, auf Kosten der Gesundheit Kürzungen vorzunehmen, erteilen wir eine deutliche Absage.
Wir wollen hier konkret gegensteuern durch städtische Gesundheitsangebote sowie Prävention, die ohne finanzielle Barrieren zugänglich sind und über welche die Menschen auch in den Wohnvierteln, in Schulen, Betrieben, Kindergärten und öffentlichen Einrichtungen sowie sozialen Medien informiert werden. Dazu soll die Beratung in den Bereichen Gesundheit und Pflege ausgeweitet und so niederschwellig wie möglich angeboten werden.

Die Grazer KPÖ wird mit konsequenter Arbeit im Sinne der Bevölkerung für bestmögliche Gesundheit und Pflege und leistbaren öffentlichen Verkehr reagieren

Ein wichtiger Punkt sind für mich schließlich noch faire Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne für die Beschäftigten, die wir stets auch mitdenken. Die medizinische Versorgung, Pflege und Betreuung von kranken Menschen ist eine schöne, aber auch sehr schwere und verantwortungsvolle Aufgabe. Wer diese Aufgabe wahrnimmt, muss faire Arbeitsbedingungen vorfinden und entsprechend entlohnt werden.
Die neue schwarz-blaue Stadtregierung glaubt, die KPÖ als sozialen Faktor und gesellschaftliche Alternative eindämmen zu können, indem sie das Wohnressort an die FPÖ übergeben hat. Wir werden auch darauf mit konsequenter Arbeit im Sinne der Bevölkerung für bestmögliche Gesundheit und Pflege und leistbaren öffentlichen Verkehr reagieren – und natürlich unser Engagement im Wohnbereich fortsetzen, das nun wichtiger werden wird, denn je zuvor.

Selbstverständlich wird sich auch an der Arbeitshaltung der Grazer KPÖ nichts ändern: Wir machen Politik im Interesse der arbeitenden Bevölkerung und der sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen, greifen Anliegen der Menschen auf und unsere nun zwei Stadtratsbüros werden für die Bürgerinnen und Bürger offen sein.

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