Mai 2017

 Maicartoon
Tag der Arbeit ■ „Was wäre der 1. Mai ohne Arbeitgeber”
posaunt die Wirschaftskammer Österreichs auf Plakaten und Inseraten. Über diese Anerkennung freut sich das Proletariat aller Länder. Ausnahmsweise haben Christoph Leitl, Wolfgang Mitterlehner und Co recht. Denn die Werktätigen verdiengen ihre Arbeitskraft auf den „Freien Markt der ArbeiterInnen”.

Die Firmen und Konzerne nehmen den ArbeiterInnen im Gegenzug die Leistung und die Produkte ihrer schweren Arbeit weg. Die Firmen- und Konzernbosse reißen sich den Erfolg und die Erzeugnisse der ArbeiterInnenschaft unter den Nagel. Die Aneignung der durch den physischen und psychischen Einsatz des Proletariats entstandenen Werte und Waren im Produktionsprozess ist für die Kapitalisten, für die Burgeoisie, die Triebfeder der kapitalistischen Profitmaximierung.

Der UHUDLA-Cartoonist Karl Berger www.zeichenware.at hat die Wirtschaftskammer Kampagne „würdig” gewürdigt. Er hat zu Karls-Zeichenware gegriffen und eine seiner berühmten Karlikaturen gezeichnet.
Diesen Carton hat er dem UHUDLA quasi freihaus zukommen lassen

An dieser Stelle eine UHUDLArische Begriffserklärung: In der ältesten und rebellischsten Straßenzeitung Österreichs sind die ArbeitgeberInnen immer die Werktätigen und die Arbveitnehmer werden immer als Firmen- und Konzernbosse bezeichnet. Dazukommen müsste noch eine Weitere Kategorie  von Ausgebeuteten. LeiharbeiterInnen, geringfügig- und prekär Beschäftigte müssten nach kapitalistischer Logik als „SeelenverküferInnen” und rechtlose „Arbeitssklaven” bezeichnet werden.

Passend dazu Friedrich Engels:


„Es ist also in dieser dritten Auflage kein Wort geändert, von dem ich nicht bestimmt weiß, daß der Verfasser selbst es geändert hätte. Es konnte mir nicht in den Sinn kommen, in das ‚Kapital‘ den landläufigen Jargon einzuführen, in welchem deutsche Ökonomen sich auszudrücken pflegen, jenes Kauderwelsch, worin z.B. derjenige, der sich für bare Zahlung von andern ihre Arbeit geben läßt, der Arbeitgeber heißt, und Arbeitnehmer derjenige, dessen Arbeit ihm für Lohn abgenommen wird. Auch im Französischen wird travail im gewöhnlichen Leben im Sinn von ‚Beschäftigung‘ gebraucht. Mit Recht aber würden die Franzosen den Ökonomen für verrückt halten, der den Kapitalisten donneur de travail, und den Arbeiter receveur de travail nennen wollte.“
(Vorwort zur dritten Auflage des Kapitals)

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