KOMintern: 1. Wahl für Arbeiterkammer & Klassenkampf

Lukas

Arbeiten, studieren kämpfen … ■ Der 27jährige Student Lukas Haslwanter aus Innsbruck kämpft für eine soziale und gerechte Gesellschaft. Er ist Gewerkschaftsaktivist in der GPA-djp Jugend, der KOMintern – Kommunistische Gewerkschaftsinitiative International. Der gewählte Studentenvertreter geht zur Finanzierung seiner akademischen Ausbildung arbeiten. Sein Motto lautet: Gemeinsam verändern.
Von Lenz Piringer UHUDLA-Ausgabe 107/2017

Lukas Haslwanter studiert seit drei Jahren an der Universität Innsbruck Geschichte. Zuvor musste er die Matura am Abendgymnasium abschließen.

Im Mai 2017 wurde er als Mandatar des Kommunistischen Studentenverbandes in den Bundesvorstand der Österreichischen HochschülerInnenschaft gewählt. Er arbeitet als Teilzeitbeschäftigter in einer Bäckerei um sein Studium finanzieren zu können.

Den Ursprung seines politischen und gewerkschaftlichen Engagements sieht der vielseitige junge Innsbrucker mit dem Eintritt in die Kommunistische Jugend KJÖ in der Tiroler Landeshauptstadt. Logischerweise setzt sich Lukas Haslwanter auch in der GPA-djp Jugend Tirol für die Interessen aller StudentInnen, SchülerInnen und Arbeiter­Innen ein.
Vor fünf Jahren, im Zuge des Arbeiterkammer Wahlkampfes in Tirol, begann für Haslwanter der gewerkschaftliche Kampf für soziale Gerechtigkeit innerhalb und ausserhalb der Arbeitswelt. Die AktivistInnen der KJÖ konnten mit Verteileraktionen besonders viele werktätige Migrantinnen im Handel und in Gewerbebetrieben erreichen. Lukas wählte eine konkrete Organisationsform. Er machte bei der Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative International KOMintern mit.

„Eine erfolgreiche Arbeit macht besonders Spass – und die gelebte Solidarität motiviert zusätzlich”

Auf Anhieb erzielte die von der ATIGF zentral mitgetragene, KOMintern 2014 bei den AK-Wahlen in Tirol 1.243 Stimmen. Ein Mandat wurde nur knapp verfehlt. Zahlreiche MitstreiterInnen sind drei Jahre später noch immer aktiv im Kampf für die Rechte der ArbeiterInnen. Besonders im Handel und im Dienstleistungssektor lässt der Arbeitsdruck mit langen Arbeitszeiten und schlechter Bezahlung viele Berufstätige verzweifeln. „Unsere Aktivitäten im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und für eine gerechte Gesellschaft werden von den Arbeiterinnen und Arbeitern sehr geschätzt. Besonders die vielen MigrantInnen in Tirol würdigen unseren Einsatz sehr”, freut sich der KOMintern Aktivist über die Anerkennung seiner politischen und gewerkschaftlichen Tätigkeit.
„Unsere Aktivitäten und unseren Einsatz im Kampf für besserere Arbeitsbedingungen und für eine gerechte Gesellschaft werden von vielen Arbeiterinnen und Arbeitern sehr geschätzt. Eine erfolgreiche Arbeit macht natürlich mehr Spass und die gelebte Solidarität motiviert uns, unsere Aktivitäten fortzusetzen und auszubauen”, analysiert Lukas Haslwanter sein Engagement in der Gewerkschafts- und Jugendbewegung. In Tirol sind die Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung und Stärkung des politischen Kampfes für eine bessere und gerechte Gesellschaft günstig. Die KOMintern-AktivistInnen werden noch einen Zahn zulegen, damit ihre Ziele erreicht werden.
Nix da mit einem 12-Stunden-Arbeitstag. Eine stufenweise Arbeitszeitverkürzung auf 35 oder 30 Stunden die Woche ist zeitgemäß. Sofortige Einführung eines Mindestlohns von 1.700 Euro im Monat ist das Gebot der Stunde. Schluss mit Lohndumping und Arbeitsdruck in den Betrieben. Arbeit soll so weit wie möglich Freude machen und sich lohnen. In der Arbeitswelt ist auch die Situation der MigrantInnen ein Thema. Da geht es nicht nur um Solidarität, sondern um die Beseitigung vorhandener Missstände und eine Benachteiligung in Fabriken und Firmen. Um all diese Dinge und noch viel mehr geht es den fortschrittlichen GewerkschafterInnnen von der KOMintern.

„Ich möchte mit von der Partie sein und meinen Beitrag zur Stärkung der KOMintern leisten“

„Alles in allem sind unsere Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Wir sind sehr opimistisch, dass wir im Zuge des Arbeiterkammerwahlkampfes 2018/2019 einen weiteren Schritt vorwärts machen können. Ich persönlich möchte da schon mit von der Partie sein und meinen Beitrag zur Stärkung der KOMintern leisten”, schildert Lukas Haslwanter seine Erwartungen.
Arbeiten, studieren und kämpfen, das ist nur ein Teil der gesellschaftspolitischen Leidenschaften des 27jährigen Innsbruckers. Er ist auch ein begeisterter Internationalist in der Kommunistischen Jugendbewegung. Er hat gute Kontakte zu Gleichgesinnten in Athen und Lissabon. Er ist des öfteren Gast bei internationalistischen Treffen progressiver Jugendlicher. Lukas ist es wichtig bei seinem Engagement die Interessen von arbeitslosen Menschen und im besonderen arbeitslosen Jugendlichen nicht aus dem Blickwinkel zu verlieren.
Seit Mai 2017 ist Haslwanter gewählter Funktionär in der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Bei den ÖH-Wahlen erreichte die KSV-KJÖ Liste mit 1.682 Stimmen und 2,17 Prozent eines der 55 Mandate. Der Kommunistische Spitzenkandidat bei den ÖH-Wahlen konnte mit seiner Klassenkampferfahrung punkten.

„Nur im Sozialismus ist es möglich den geltenden Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit aufzuheben”

„Als Kommunistischer Student­In­-nenverband setzen wir uns für eine soziale Allianz der Jugend, der Studierenden und der arbeitenden Menschen ein. Steigende Mieten, niedrige Löhne, befristete Arbeitsverhältnisse betreffen nicht nur Studierende sondern die Mehrheit der Bevölkerung. Deshalb engagiere ich mich. Klassenkampf braucht es gegen die herrschende Politik, weil die Herrschenden uns noch nie etwas geschenkt haben. Für den 8-Stunden-Tag, Mindestlöhne oder leistbare Gemeindewohnungen ist viel Blut geflossen, von Menschen die sich gegen ihre Ausbeutung und Unterdrückung gewehrt haben. Dieser Kampf brachte über Jahrzehnte Erfolg.
Jetzt wird alles vom politischen Establishement in Frage gestellt und die Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung werden Schritt für Schritt zerstört. Nein, das dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Es ist unsere Aufgabe den Widerstand gegen Unterdrückung und Ausbeutung zu organisieren, so schaut’s aus”, berichtet Lukas Haslwanter über seine Erfahrungen.
Der Innsbrucker Jugend-, Gewerkschafts- und Studentenvertretungs-Aktivist hat Visionen, auch wenn sie gegenwärtig utopisch erscheinen: „Letztlich bleibt unser Ziel aber der Sozialismus. Nur im Sozialismus ist es möglich den Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit aufzuheben. Der Sozialismus ist die einzige Gesellschaft in der die Menschen gemeinsam für ihre Bedürfnisse produzieren anstatt für Profite”.

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