April 2018

talare

Ein halbes Jahrhundert 68er ■ 50 Jahre nach der 68er Revolte kommen die „alten Zeiten” wieder. In Deutschland sitzt ein katalanischer Ex-Regierungschef wegen Rebellion und Hochverrat ein und soll an die General Franco NachfolgerInnen für das „Jüngste Gericht” ausgeliefert werden. Seine spanischen Widersacher um den rechtsrechten Regierungschef Mariano Rajoy vermuten in ihm einen „Putschdämon”.
Die WapplerInnen von der blauen Regierungshälfte und die schwarzen VolksvertreterInnen in Österreich haben sich zum Ziel gesetzt die Alpenrepublik in die Zeit vor 1968 zurück zu regieren. Kanzler Wastl Kurz und Christian der Strache wollen mit all ihrer politischen Macht und Kraft Sozialabbau durchsetzen. Die Beseitigung demokratischer Rechte und die Abschaffung von Errungenschaften der Frauenbewegung stehen ebenfalls unter vielen anderen Grausamkeiten auf ihrer „Reform-Agenda”.

Ingo Gärtner verarbeitet die Erinnerung seiner Jugend. Einhundert Werke über die 68er Bewegung will er schaffen.

Die Bildauswahl für April 2018 ist unterhalb der Gürtellinie angesiedelt. Das dargestellte  Kunstwerk beschäftigt sich mit den politischen Gerüchen „Unter den Talaren“ der nach 1945 amtierenden Nazi-Richter. Der Spruch versinnbildlicht einen  Sogan der Studentenrevolte in Berlin und Frankfurt vor 50 Jahren.

Und Ingo Gärtner ist ein fleißiger und kreativer Künstler. Zwei Drittel seines Zieles hat er bereits geschafft, und es werden in überschaubarer Zeit immer mehr Exponate.

Vor ein paar Jahren hat der Künstler aus dem Ruhrpott begonnen Erinnerungen seiner Jugend zu verwerten und die Epoche der Revolte zu würdigen.Der „Junge aus dem Ruhrpott” ist vor 17 Jahren in Lagos an der südportugiesischen Algarve gelandet. Der gelernte Psychiatrie-Krankenpfleger und Altenheimleiter hat Deutschland den Rücken gekehrt. Im Pott war ihm die Kluft zwischen Theorie und Alltag des Berufslebens zu groß geworden. Seine Ideale als

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran.

„In meinen Collagen verarbeite ich alles, was der Strand, die Natur und der Abfall hergeben”. Sogar die leeren Dosen aus dem Billig-Biersortiment von Aldi, in Österreich Hofer genannt, sind willkommene „Werkstoffe”, erzählt Ingo in seiner Werkstatt auf der Dachterrasse eines kleinen Häuschens in Lagos. Der Pensionist hat vor elf Jahren ein ehemaliges kleines Beisl, die „Galeria Dali”, erworben und in eine Wohnung und Werkstätte umgewandelt.
Dutzende Bilder, Gemälde, Collagen und Mosaikarbeiten zieren die Wände. Bunte Farben, Muscheln, Steine, Sand, Spiegelscherben und eingefärbte Glassplitter sind die Materialien mit denen Ingo in kreativer und ideenreicher Weise handwerkt.

Galeria Dali

Ingo Gärtner

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